
Was prüft ein Investor? Und wie lange würde Ihr Unternehmen dieser Prüfung standhalten?
Mergers & Acquisitions – kurz M&A – gehören zu den anspruchsvollsten Projekten im Unternehmensumfeld. Ein Unternehmenskauf oder Unternehmensverkauf verbindet strategische, finanzielle, rechtliche und operative Fragestellungen. Gleichzeitig läuft das Tagesgeschäft weiter.
Ob Sell-side M&A oder Buy-side M&A: Der Erfolg einer Transaktion hängt deshalb nicht allein von der Bewertung oder den Vertragsverhandlungen ab. Entscheidend ist, wie gut der gesamte M&A-Prozess vorbereitet, strukturiert und gesteuert wird.
Aus meiner Erfahrung in der Begleitung von Buy-side- und Sell-side-Mandaten zeigt sich immer wieder:
Professionelle M&A-Projekte beginnen lange vor der eigentlichen Transaktion.
Eine klare Projektplanung, belastbare Informationen und eine frühzeitige Vorbereitung auf die Due Diligence schaffen die Grundlage für einen erfolgreichen Prozess.
Besonders wichtig ist dabei ein Perspektivwechsel: Was würde ein potenzieller Investor bei Ihrem Unternehmen prüfen?
Ein M&A-Prozess besteht aus zahlreichen aufeinander aufbauenden Schritten. Dazu gehören unter anderem die strategische Vorbereitung, die Identifikation potenzieller Käufer oder Targets, die Unternehmensbewertung, die Informationsaufbereitung, die Due Diligence, Management-Präsentationen, Verhandlungen und schließlich die Vertragsunterzeichnung und das Closing.
Wer diese Schritte nicht frühzeitig strukturiert, riskiert unnötige Verzögerungen und Überraschungen.
Eine professionelle M&A Projektplanung schafft dagegen einen klaren Rahmen:
Gerade bei komplexen Transaktionen ist eine klare Projektstruktur deshalb ein wesentlicher Erfolgsfaktor.
Bei einem Sell-side M&A-Prozess steht der Verkäufer vor einer besonderen Herausforderung. Das eigene Unternehmen soll attraktiv präsentiert werden – gleichzeitig wird es von potenziellen Käufern sehr detailliert geprüft.
Der Verkäufer sollte deshalb nicht erst auf die Fragen eines Investors reagieren. Er sollte möglichst bereits wissen, welche Fragen gestellt werden und welche Antworten belastbar gegeben werden können.
Dazu gehört eine frühzeitige Vorbereitung auf die Due Diligence.
Investoren schauen beispielsweise auf die Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells, die Wachstumsstrategie, die Organisation, die Prozesse und die finanzielle Entwicklung. Auch die Abhängigkeit vom Unternehmer selbst kann eine wichtige Rolle spielen.
Die entscheidende Frage lautet daher:
Wie gut ist das Unternehmen auf die Prüfung durch einen potenziellen Käufer vorbereitet?
Je besser die Antworten, Daten und Unterlagen vorbereitet sind, desto souveräner lässt sich der Verkaufsprozess steuern.
Auch auf der Buy-side ist eine strukturierte Vorgehensweise entscheidend.
Ein attraktives Unternehmen allein ist noch keine erfolgreiche Akquisition. Potenzielle Käufer müssen verstehen, welche Chancen tatsächlich realisierbar sind und welche Risiken mit der Transaktion verbunden sein können.
Die Due Diligence bildet dabei eine zentrale Grundlage für die Entscheidungsfindung.
Neben finanziellen Kennzahlen geht es beispielsweise um:
Eine strukturierte Buy-side-Projektplanung hilft dabei, diese Themen systematisch zu bearbeiten und die richtigen Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt zu treffen.
Die Due Diligence ist einer der zentralen Bestandteile eines M&A-Prozesses. Sie soll Transparenz schaffen und dem potenziellen Käufer ermöglichen, Chancen und Risiken eines Unternehmens fundiert zu beurteilen.
Für Verkäufer bedeutet das: Die Qualität der Vorbereitung kann erheblichen Einfluss auf den Verlauf des Verkaufsprozesses haben.
Dabei geht es nicht nur darum, möglichst viele Dokumente bereitzustellen. Entscheidend ist, dass Informationen vollständig, nachvollziehbar, konsistent und belastbar sind.
Investoren stellen beispielsweise Fragen wie:
Diese Fragen entsprechen nicht nur einer klassischen Prüfung. Sie sind gleichzeitig ein hervorragender Stresstest für das Unternehmen.
Insbesondere bei einem Sell-side-Prozess kann eine Vendor Due Diligence (VDD) sinnvoll sein.
Dabei wird das Unternehmen bereits vor dem eigentlichen Verkaufsprozess strukturiert untersucht. Je nach Transaktion können beispielsweise finanzielle, steuerliche, rechtliche oder operative Aspekte betrachtet werden.
Der entscheidende Vorteil:
Potenzielle kritische Themen werden möglichst früh sichtbar.
Statt dass ein Verkäufer während der laufenden Käuferprüfung erstmals mit problematischen Sachverhalten konfrontiert wird, können Schwachstellen bereits im Vorfeld analysiert und – sofern sinnvoll – behoben werden.
Eine Vendor Due Diligence kann damit helfen,
Sie ersetzt nicht automatisch die Due Diligence des Käufers. Sie schafft jedoch eine bessere Vorbereitung auf das, was im M&A-Prozess auf den Verkäufer zukommt.
Eine erfolgreiche M&A-Vorbereitung beginnt mit der Investorensicht.
Investoren schauen genau hin. Sie wollen nicht nur wissen, was ein Unternehmen heute wert ist. Sie wollen verstehen, wie belastbar das Geschäftsmodell ist und welche Entwicklungsmöglichkeiten für die Zukunft bestehen.
Zu den zentralen Fragen gehören beispielsweise:
Ein Investor möchte verstehen, wie nachhaltig Umsatz und Ergebnis erwirtschaftet werden. Abhängigkeiten von einzelnen Kunden, Produkten oder Märkten können dabei ebenso relevant sein wie Veränderungen im Wettbewerbsumfeld.
Wachstum sollte nicht nur als Ziel formuliert sein. Entscheidend ist, ob eine klare Strategie vorhanden ist und ob deren Umsetzung nachvollziehbar ist.
Eine Strategie gewinnt an Glaubwürdigkeit, wenn sie sich bereits in konkreten Ergebnissen zeigt.
Belastbare Kennzahlen helfen dabei, Entwicklung und Erfolg nachvollziehbar zu machen.
Auch Organisation und Prozesse kommen auf den Prüfstand. Sind Strukturen effizient? Funktionieren die Schnittstellen? Sind Verantwortlichkeiten klar definiert?
Ein Unternehmen, das stark an einzelne Personen gebunden ist, kann aus Investorensicht zusätzliche Risiken aufweisen. Deshalb sind klare Prozesse, Verantwortlichkeiten und eine belastbare zweite Führungsebene häufig wichtige Themen.
Historische Finanzdaten müssen nachvollziehbar sein. Gleichzeitig erwarten Investoren eine belastbare Finanzplanung und ein klares Verständnis der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung.
Viele Fragen, die während einer Due Diligence gestellt werden, lassen sich bereits vor Beginn eines M&A-Prozesses beantworten.
Genau darin liegt eine wesentliche Chance.
Wer frühzeitig analysiert, wo das eigene Unternehmen noch Schwachstellen aufweist, kann gezielt nachbessern. Das gilt beispielsweise für Finanzdaten, Reporting, Prozesse, Organisation oder strategische Planung.
Der richtige Zeitpunkt für diese Vorbereitung ist deshalb nicht erst dann, wenn bereits ein konkreter Käufer am Tisch sitzt.
M&A Readiness beginnt deutlich früher.
Professionelle M&A-Projektplanung bedeutet nicht, jeden einzelnen Schritt bis ins kleinste Detail vorherzusagen. Sie bedeutet vielmehr, den Prozess in klare Phasen und Verantwortlichkeiten zu strukturieren.
Dazu gehören insbesondere:
1. Ziel und Transaktionsstrategie definieren
Was soll mit dem M&A-Prozess erreicht werden? Welche strategischen und finanziellen Ziele stehen im Vordergrund?
2. Ausgangssituation analysieren
Welche Stärken und Schwächen hat das Unternehmen? Welche Risiken sind bekannt? Wo besteht noch Handlungsbedarf?
3. Due-Diligence-Bereiche vorbereiten
Welche Informationen und Dokumente werden benötigt? Sind Daten vollständig und konsistent?
4. Kritische Themen frühzeitig identifizieren
Welche Sachverhalte könnten zu Nachfragen, Verzögerungen oder Auswirkungen auf die Bewertung führen?
5. Verantwortlichkeiten festlegen
M&A-Projekte involvieren regelmäßig Geschäftsführung, Management, Finance, Legal, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Banken und weitere externe Berater. Eine klare Koordination ist deshalb entscheidend.
6. Meilensteine und Entscheidungsprozesse definieren
Ein strukturierter Zeitplan sorgt dafür, dass wichtige Entscheidungen nicht unnötig verzögert werden.
Die vielleicht wichtigste Frage in der Vorbereitung eines M&A-Projekts lautet:
Was würde ein Investor bei meinem Unternehmen prüfen?
Und direkt danach:
Wo würde ich heute noch nachbessern?
Dieser Perspektivwechsel kann die Qualität eines M&A-Prozesses erheblich verbessern.
Denn wer die Sichtweise eines potenziellen Investors einnimmt, erkennt häufig Themen, die im Tagesgeschäft selbstverständlich geworden sind.
Was intern als funktionierender Prozess wahrgenommen wird, muss für einen externen Investor möglicherweise erst nachvollziehbar dokumentiert werden.
Was für die Geschäftsführung offensichtlich ist, muss für einen Käufer nicht automatisch transparent sein.
Und was heute noch über persönliche Beziehungen funktioniert, kann aus Investorensicht eine Abhängigkeit darstellen.
Transparenz schafft Vertrauen – und Vorbereitung schafft Handlungsspielraum.
Ein gut vorbereitetes Unternehmen geht anders in einen M&A-Prozess.
Fragen können schneller beantwortet werden. Daten sind strukturiert verfügbar. Risiken sind bekannt. Kritische Themen werden nicht erst im Rahmen der Käuferprüfung entdeckt.
Das schafft nicht nur Effizienz.
Es schafft Souveränität.
Und genau diese Souveränität kann sich auch auf die Verhandlungsposition auswirken.
Wer die eigene Situation kennt, Risiken einordnen kann und auf kritische Fragen belastbare Antworten hat, ist weniger abhängig von Überraschungen im Prozess.
Das gilt für Sell-side M&A ebenso wie für Buy-side M&A.
Ein erfolgreiches M&A-Projekt beginnt nicht erst mit der Verhandlung und auch nicht erst mit der Due Diligence.
Es beginnt mit der strukturierten Vorbereitung.
Eine klare Transaktionsstrategie, eine professionelle M&A-Projektplanung, belastbare Finanz- und Unternehmensdaten und die frühzeitige Vorbereitung auf die Investorensicht schaffen eine solide Grundlage.
Auf der Sell-side kann eine Vendor Due Diligence dabei helfen, mögliche Risiken bereits vor dem eigentlichen Verkaufsprozess zu erkennen und die eigene Ausgangssituation besser zu verstehen.
Auf der Buy-side schafft eine strukturierte Due Diligence die Grundlage für eine fundierte Investitionsentscheidung.
Letztlich geht es immer um dieselbe Frage:
Was würde ein Investor bei Ihrem Unternehmen prüfen – und wo würden Sie heute noch nachbessern?
Wer darauf gute Antworten geben kann, geht anders in einen M&A-Prozess:
schneller.
souveräner.
mit einer besseren Verhandlungsposition.
Wenn Sie ein M&A-Projekt vorbereiten, einen Unternehmensverkauf planen oder eine Buy-side-Transaktion professionell strukturieren möchten, unterstütze ich Sie gerne dabei, aus vielen einzelnen Aufgaben einen klaren und steuerbaren Prozess zu machen.
Fazit
M&A-Projekte zum Unternehmenskauf und -verkauf müssen gut vorbereitet, strukturiert und aktiv gesteuert werden.
👉 Wenn Sie gerade vor einer solchen Herausforderung stehen: Lassen Sie uns sprechen.
Ihr Ansprechpartner
Jan Brandt – Senior Partner der F&P AG
email: brandt@fup-ag.com / jbrandt@jan-brandt.com
Tel: +49-40-800084-50 / +49-176-21827286
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